Diakonie Rothenburg

Kontakt:

Diakonie Rothenburg

Andreas Drese

Brüderhaus im Martinshof

Mühlgasse 10, 02929 Rothenburg

Tel.: 035891 38149

E-Mail: bruederhaus@martinshof-diakoniewerk.de

Das Diakoniewerk Martinshof Rothenburg bietet aus christlicher Verantwortung heraus Raum zum Leben für behinderte, alte, benachteiligte oder in Notlagen geratene Menschen. 1899 begann hier die neu gegründete Brüderschaft „Zoar" ihre Arbeit, nahm die ersten pflegebedürftigen Heimbewohner auf. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Martinshof Ghetto für 700 jüdische Menschen, zahlreiche Bewohner fielen zuvor dem Euthanasieprogramm zum Opfer. Nach 1945 wurde der Martinshof als Lebensort für Menschen mit Behinderungen wieder aufgebaut. 1996 gründet die „Brüder- und Schwesternschaft Martinshof e.V." das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk als kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts.

Themenangebot vor Ort

Pränatale Euthanasie

Die Folgen des Euthanasieprogrammes zur NS-Zeit und aktuelle Entwicklungen (u.a. pränatale Testverfahren)

  • Rundgang Martinshof Rothenburg Diakoniewerk (inkl. Besuch der Werkstatt für Menschen mit Behinderung bzw. Wohngruppen)
  • Besuch des Gedenkortes Martinshof
  • Gesprächsrunde und Diskussion

Zielgruppe: empfohlen ab 7. Klasse / ab 12 Jahre - prinzipiell für Jugendliche und Erwachsene

Zeitlicher Ablauf: nach Absprache (ca. 60-90 Min., ggf. länger)

Der Martinshof als Lernort

Gedenkort Martinshof

im Gelände des Martinshof Rothenburg Diakoniewerk, Mühlgasse 10 in 02929, Rothenburg/ O.L.

Geschichtlicher Hintergrund:

Die Zeit des Nationalsozialismus bringt auch für die ehemaligen Zoar viele bittere Jahre. Im Mai 1941 wird die Änderung des jüdischen Namens der Einrichtung Zoar gefordert und es erfolgt die Umbenennung in Martinshof. Kurz darauf müssen Mitarbeiter und Heimbewohner den Martinshof verlassen. Über 100 Bewohner fallen dem Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten zum Opfer.

In den Jahren 1941/42 wird der Martinshof Ghetto für 700 jüdische Menschen, die später in den Konzentrationslagern Auschwitz und Theresienstadt umgebracht wurden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges sind die Gebäude des Martinshofes fast vollständig zerstört.

Der Gedenkort „der ungeschützte Raum" (als Gegenpol von Zoar = Schutzraum) erinnert an das damalige Durchgangslager (DuLa) sowie an die Euthanasie im Martinshofes. Es umfasst eine Erinnerungstafel sowie fünf Ziegel-Pfähle, die Raum bieten für eigene Assoziation.