Beauftragter für Friedens- und Versöhnungsarbeit

Kontakt:

Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens -

Beauftragter für Friedens- und Versöhnungsarbeit

Johannes Neudeck

Barlachstraße 3, 01219 Dresden

Tel.: 0351 6475648-3; Fax: -4

E-Mail: johannes.neudeck@evlks.de

Themenangebote

1. Krieg in Europa 1992-1995: Der Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina

- Wie ein Konflikt eskaliert und wie er beendet werden kann?

Kaum mehr als ein Jahrzehnt ist es her, dass auf dem Balkan der blutigste Konflikt Europas seit dem zweiten Weltkrieg tobte. Im Geschichtsunterricht erfährt man nur wenig mehr darüber als im Kroatienurlaub. Das Thema will anhand von Beispielen Einblicke in zivile Projekte verschiedenster Art geben, in denen während des Krieges und danach praktisch für Frieden und Versöhnung gearbeitet wurde und noch wird. Dabei geht es um zivile Aufbauarbeit ebenso wie um Jugendarbeit und Arbeit mit Minderheiten/Roma. Auch die Frage der Demokratiebildung in Nachkriegsgesellschaften wird thematisiert.

Johannes Neudeck lebte und arbeitete während des Balkan-Krieges und danach von 1993 bis 2004 in der Krisenregion, um kirchliche und zivile Hoffnungsprojekte aufzubauen und zu begleiten.

Zielgruppe und Dauer: alle Altersgruppen; 90 Minuten

2. Bibelgespräche zum Thema / Friedenszeugnis der Bibel

a) Friede - ein biblisches Thema. Was bedeutet das für mich und die Welt?

b) Streit und Versöhnung - wer macht den ersten Schritt?

c) Versöhnt leben mit sich selbst - ist das wichtig?

Zielgruppe und Dauer: Jugendliche ab 16; 90 Minuten

3. „Auslandseinsatz - zivil und freiwillig!"

Informationsveranstaltung über die Tätigkeit von Friedens- und Freiwilligenfachkräften in Konfliktregionen und herausfordernden Einsatzstellen.

Berichte über den Alltag und darüber, welche Voraussetzungen für ein solches Engagement nötig sind.

Zielgruppe und Dauer: Schule und Gemeinde, Jugendliche ab 16; 90 Minuten

4. Kriegsdienstverweigerung in Deutschland und Europa

- ein Einblick in die aktuelle Situation und gegenwärtige Herausforderungen in Blick auf Gewissensfreiheit und Menschenrechte, Vortrag und Diskussion

Zielgruppe und Dauer: Schule und Gemeinde, Jugendliche ab 16; 90 Minuten

5. Die Friedensdekade - ihre Geschichte und Entstehung und ihre Bedeutung heute

Geboren wurde die Idee der Friedensdekade in den Niederlanden. In der DDR wurde durch die ökumenische Jugendarbeit im Herbst 1980 eine Friedensdekade zur Durchführung in den Gemeinden angeregt. Diese Aktion wurde zu einer festen Einrichtung. Das Symbol Schwerter zu Pflugscharen war das Kennzeichen der Friedensdekaden in der DDR. Einen wesentlichen Impuls für die Arbeit der Dekade bildete die Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung 1988/89 in Dresden und Magdeburg. Bis heute wird die Friedensdekade in ökumenischer Zusammenarbeit vorbereitet und durchgeführt.

Zielgruppen und Dauer: Gemeinde, Konvente; 90 Minuten

6. Das Militärhistorische Museum - ein Lernort für den Frieden?

In der Vergangenheit waren Militärmuseen vor allem Ausstellungshallen für Waffentechnik und für die glanzvolle Repräsentation nationaler Streitkräfte.

Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr hingegen sind Krieg und Militär unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben und zeigt die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit dem eigenen menschlichen Aggressionspotential und thematisiert Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen. (Quelle: Homepage des Museums).

Gemeinsam wollen wir der Frage nachgehen, inwieweit die Fragen um Frieden und Versöhnung sich in Auseinandersetzung mit der Ausstellung ansprechen lassen.

Zielgruppe und Dauer: Schule und Gemeinde, Jugendliche ab 16; 90 Minuten

Die Themenangebote 3-6 werden nach Rücksprache in Zusammenarbeit mit Fachreferenten u.a. aus den Bereichen der Freiwilligendienste, der Friedensarbeit, der Bundeswehr und der Militärseelsorge durchgeführt.

Weitere Angebote:

a) „Grundkurs Zum Frieden erziehen - kompetent, gewaltfrei, konstruktiv"

Dieser Kurs in Friedenserziehung, Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung wird berufsbegleitend angeboten und ist auch als Lehrerfortbildungsveranstaltung in den Ländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt anerkannt.

Der Grundkurs „Zum Frieden erziehen" findet als Seminarveranstaltung an sechs Wochenenden über einen Zeitraum von ca. einem Jahr statt. Er ist ein gemeinsames Projekt AG Friedensarbeit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und wird seit vielen Jahren regelmäßig durchgeführt.

Die Fortbildung vermittelt zum einen theoretische Ansätze zur Gewalt, Gewaltfreiheit und Konflikt, zu Konfliktmanagement und Friedenserziehung. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden unter dem Blickwinkel des transkulturellen Lernens und des interreligiösen Dialogs betrachtet. Zum anderen bildet das praktische Üben von gewaltfreiem und deeskalierendem Verhalten einen weiteren Schwerpunkt, wobei die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Menschenbildern in unserer Gesellschaft ein Bestandteil dieser praktischen Übung ist.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

b) Beratung zu Fragen der Kriegsdienstverweigerung

Ansprechperson und Anschrift siehe oben

c) Friedensdekade - Materialangebote für Gemeinden und Gruppen

Ansprechperson und Anschrift siehe oben