Kreuzkirche Dresden

Kontakt:

Kreuzkirche Dresden

An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden

Internet: www.kreuzkirche-dresden.de

Superintendent: Christian Behr, Pfarrer.

Tel.: 0351 4393910

E-Mail: christian.behr@evlks.de

Joachim Zirkler, Pfarrer

Tel.: 0351 4393921

E-Mail: joachim.zirkler@evlks.de

Claudia Karg, Gemeindepädagogin

Tel.: 0351 4393932

E-Mail: claudia.karg@evlks.de

Themenangebote vor Ort

1. Die Kreuzkirche als Symbol des Friedens und der Versöhnung

Inhalt der Führung ist die wechselvolle Geschichte der Kirche, seine Zerstörungen, seine Bedeutung als Versammlungsort in den 1980er Jahren, im Konziliaren Prozess und bis heute. Die Führung verbindet die immer noch sichtbaren Kriegswunden an der Architektur der Kirche mit der Geschichte des Gotteshauses.

Zielgruppe und Dauer: Führungen vor Ort für alle Altersgruppen; 45 und 90 Min.

2. Das Nagelkreuz von Coventry - Brückenschlag europäischer Versöhnung

Seit Mitte der 1980er Jahre gehört die Kreuzkirchengemeinde zu den deutschen Nagelkreuzgemeinden. An jedem Freitagmittag findet das Friedensgebet von Coventry in der Kirche statt. Während der Führung wird die Aktivität und Bedeutung der Nagelkreuzgemeinde und die gelebte internationale Verbindung vorgestellt.

Zielgruppe und Dauer: Führungen vor Ort für alle Altersgruppen; 45 und 90 Min.

Alle Angebote auch auf der Homepage unter: „Besichtigung und Führung".

Die Kreuzkirche als Lernort

In seiner langen Geschichte erlebte die Kirche immer wieder Zerstörung in Kriegen und mutigen Wiederaufbau, zuletzt nach 1945. Bis heute sind im Kirchenraum deutlich Wunden des Krieges zur Mahnung und Erinnerung zu sehen.

Seit Mitte der 1980er Jahre besitzt die Kirche in der Schützkapelle ein Nagelkreuz der Versöhnung aus Coventry. An jedem Freitagmittag findet hier auch das in allen Nagelkreuzgemeinden zur gleichen Zeit abgehaltene „Gebet für Frieden und Versöhnung" mit der Liturgie „Vater, vergib" aus Coventry statt.

Schon seit Jahren treffen sich an jedem Montagabend in der Schützkapelle Menschen zum Ökumenischen Friedensgebet: „Gebet für die Stadt und die Welt", um von aktuellen Konflikten zu hören und um Gottes Segen für eine friedliche Lösung zu beten.

Als geschützter Ort und Raum für viele Menschen, Christen und Nichtchristen, diente die Kreuzkirche in den letzten Jahren der DDR.

Hier fand am 13. Februar 1982 das kirchliche Friedensforum mit mehreren tausend Jugendlichen statt, um sie auch vor dem Zugriff der Polizei zu schützen, die eine friedliche Demonstration an der Ruine der Frauenkirche verhindern wollte. Daraus entwickelte sich der jährliche ökumenische Friedensgottesdienst an jedem 13. Februar, abwechselnd in der Kreuzkirche oder der Kathedrale.

Hier sprachen wichtige Persönlichkeiten zu den Dresdnern, wie Luise Rinser, Martin Niemöller oder Walter Jens.

Hier war der Auftakt- und Abschlussgottesdienst der Ökumenischen Versammlung der DDR für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (1988/1989).

Hier fanden Jugendliche 1989 vor der Polizei Schutz, die auf dem Altmarkt gegen die Gewalt in China getrommelt hatten. Ebenso konnten im Herbst 1989 Ausreisewillige Zuflucht und Wärme finden, als die Situation auf dem Hauptbahnhof für sie brenzlig wurde.

Hier, wie in vier weiteren Dresdner Kirchen, fand am 9. Oktober 1989 das erste öffentliche Bürgergespräch statt. Kirchenvertreter und Mitglieder der „Gruppe der 20" suchten den Dialog mit der Stadtleitung, berichteten davon den aufgebrachten Bürgern und nahmen ihre Forderungen zur Veränderungen in der DDR entgegen. Damit wurde die Kreuzkirche wieder zu einem wichtigen Schutz- und Versammlungsort in der Stadt Dresden.