Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens

Kontakt:

Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens

Landesjugendpfarrer: Tobias Bilz

Caspar-David-Friedrich-Str. 5, 01219 Dresden

Tel.: 0351 4692 410; Fax: -430

Internet: www.evjusa.de

Referat Schulbezogene Jugendarbeit

Ansprechpartner: Jürgen Scheinert

Tel.: 0351 4692 429; Fax: -430

E-Mail: juergen.scheinert@evlks.de

Themenangebote

1. Theresienstadt - der Bahnsteig nach Auschwitz

Theresienstadt, eine ehemalige Festung, wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zum Ghetto umfunktioniert. Der Ort wurde für Propagandazwecke der Nationalsozialisten missbraucht, indem für das Rote Kreuz und einem Propagandafilm angenehme Lebensverhältnisse inszeniert wurden.

Die Wirklichkeit war anders: Tausende Juden aus ganz Europa, vor allem aber aus der damaligen Tschechoslowakei, lebten unter unwürdigen Bedingungen in dieser kleinen Stadt. Für viele Juden war Theresienstadt der „Bahnsteig nach Auschwitz". Die Züge, die sie nach Osten brachten, endeten im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Von dieser geschichtlichen Erfahrung lernend möchten wir, dass die am Projekt beteiligten Jugendlichen ihre eigene gegenwärtige Situation betrachten.

Die gemeinsam erlebte und erarbeitete Geschichte in „Theresienstadt" soll die Schüler für rechtsextremistische Propaganda sensibilisieren und sie anregen, Argumentations- und Verhaltensmuster zur Verteidigung bedrohter Minderheiten zu entwickeln.

Zielgruppen und Dauer: Klassenstufe 9-12; 2 Projekttage in Terezin (Theresienstadt)

Ausweitung des Angebotes auf Prag: jüdische Spurensuchen (weitere 2 Projekttage)

2. TEO EUROPA

Das Ziel dieses Projektes ist die Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen der Geschichte, der Reflexion darauf bezogener aktueller Fragestellungen und die Entwicklung eigener ethischer Wertvorstellungen.

An jeder TEO Europa Veranstaltung können vier bis fünf Klassen, also etwa 100 Schülerinnen und Schüler, aus allen Schularten teilnehmen. Im Vorfeld der Fahrt werden alle Schulklassen durch den Referenten des Landesjugendpfarramts besucht, um das Projekt vorzustellen und Erwartungen und Wünsche sowie alle kreativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in Erfahrung zu bringen. Diese werden in das Programm integriert.

Die Schüler bleiben während des Projektes nicht in ihrem vertrauten Klassenverband zusammen, sondern werden in Kleingruppen zu je 15 Personen geteilt. Dies dient dem intensiven Erfahrungsaustausch, unbeeinflusst von bekannten Sozialstrukturen.

Die Arbeitsgruppen werden von einem Team geleitet, das sich aus kirchlichen Mitarbeiter/innen und ehrenamtliche Mitarbeitenden zusammensetzt. Ein freiwillige Projektteilnahme aller Schülerinnen und Schüler ist Grundvoraussetzung.

Lernorte: Oswiecim (Auschwitz) Thema: Gegenwart ohne Vergangenheit hat keine Zukunft;

Krzyzowa ( Kreisau) Thema: Widerstand im 20 Jahrhundert, der Kreisauer Kreis

Weitere Lernorte können vereinbart werden.

Zielgruppen und Dauer: Klassenstufe 9-12; 4-5 Projekttage

3. Es begann in Danzig...! - Deutsch-polnische Geschichte am Beispiel von Gdansk

Themabereich A:

Das Projekt beschäftigt sich mit dem Thema der deutsch-polnischen Geschichte am Beispiel von Gdansk, ausgehend vom Beginn des Zweiten Weltkrieges bis zur Rückwirkung der Kriegswirklichkeit auf die Zivilbevölkerung.

Themenbereich B:

Die Stadt Gdansk bietet als besonderer Lernort die Möglichkeit, Jugendlichen einen Zugang zu dem Thema der friedlichen Revolutionen in Osteuropa zu vermitteln.

In Danzig begann mit dem Streik auf der Werft 1980 und der Zulassung von Solidarnosc das Ende des „eisernen Vorhangs". Die Teilnehmenden sollen nachempfinden, was die Menschen in Polen und in Europa in den 70er und 80er Jahren dazu bewogen hat, für die Freiheit zu kämpfen - auch um die eigene Bürgerrolle zu reflektieren.

In Zusammenarbeit mit: Dom Pojednania i Spotkan im. Sw. Maksymiliana M. Kolbego

Zielgruppen und Dauer: Klassenstufe 9-12; 4-5 Projekttage

4. Grenzerfahrungen

Ziel dieses Seminars ist es, die Geschichte der Teilung Deutschlands zu entdecken.

Die Teilnehmenden besuchen Ausstellungen, Museen und werden mit Menschen, die auf der einen und der anderen Seite der Grenze wohnten, ins Gespräch kommen. Die Schüler/innen sollten sich während (oder vor) des Projektes auf Kurzvorträge, die sie methodisch gestalten, vorbereiten.

Themen:

  • Musik als Ausdruck oppositioneller Bewegungen in Ost und West
  • Politischer Widerstand in Ost und West
  • Sport als politisches Medium
  • Alltag in der DDR und BRD
  • Nachrichten, Zeitungen, Presse: Wie berichtet der jeweilige andere deutsche Staat vom deutschen Staat?
  • Frauenbewegungen in Ost und West
  • Ausreisen aus der DDR / Einreisen in die DDR
  • Zeitzeugen / Fluchtbewegungen / Grenzkontrolle / Prager Botschaft

Zielgruppen und Dauer: Klassenstufe 9-12; 4 Projekttage

5. Studienfahrten für Multiplikatoren zu Lernorten der Geschichte

Sie möchten eine Gedenkstätte näher kennen lernen? Sie möchten ein Unterrichtsprojekt zum Thema Deutsche Geschichte, Holocaust, Judentum organisieren? Sie wollen sich methodisch mit den aktuellen Herausforderungen der Gedenkstättenpädagogik auseinandersetzen?

Sie stellen sich Fragen:

  • Was erwarte ich von der Begegnung mit dem Lernort?
  • Warum komme ich mit einer Gruppe an diesen Ort?
  • Was möchte ich erreichen?

Während der Studienfahrt besuchen die Teilnehmenden eine ausgewählte Gedenkstätte, um die anstehenden Fragen gemeinsam am Lernort zu klären.

Mögliche Lernorte: Terezin; Oswiecim; Berlin

Mögliche Projektpartner: Jugendbegegnung Terezin e.V.; Brücke Most Stiftung; Arbeitsgemeinschaft Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit

Zielgruppen und Dauer: ab 18 Jahre, 4-5 Projekttage

Lernorte

Terezin (Theresienstadt); Oswiecim (Auschwitz); Krzyzowa (Kreisau); Gdansk (Danzig); Berlin

(siehe Themenangebote)

Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens

Kontakt:

Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens

Landesjugendpfarrer: Tobias Bilz

Caspar-David-Friedrich-Str. 5, 01219 Dresden

Tel.: 0351 4692 410 / Fax: -430

Internet: www.evjusa.de

Heike Siebert

Landesjugendwartin für Mädchenarbeit / Arbeit mit Kindern und Konfirmanden / Genderbeauftragte / Qualitätsbeauftragte zum Schutze der Kinder und Jugendlichen gegen sexuelle Gewalt

Tel.: 0351 4692 411; Fax: -430

E-Mail: siebert.heike@web.de

Themenangebote

„Grundwissen der Prävention sexueller Gewalt"

Zertifizierte, mehrteilige Qualifizierungsreihe zur Entwicklung präventiver Strukturen:

1. Modul (2 Projekttage)

Thema: „Es fängt ganz harmlos an!?"

Einführung in das Thema sexueller Missbrauch / Strategien der Täter/Täterinnen und tatbegünstigende Strukturen / Was bedeutet das für den Jugendverband?

2. Modul (2 Projekttage)

Thema: „Missbrauchtes Vertrauen"

Einführung und Überblick zur Gesetzesgrundlage / rechtliche Neuerungen, Verfahren bei Vermutung von Kindeswohlgefährdung / Was muss dem § 8a nach wann getan werden?

3. Modul (2 Projekttage)

Thema: „Raus aus der Nische"

Krisenmanagement, Krisenplan / Umgang/Verfahrensregeln mit Verdachtsvermutung / sachlicher Umgang mit der Situation / Welche Schritte sind wann erforderlich?

3 Aufbaumodule

1. Aufbaumodul (2 Projekttage)

Thema: Inmitten vom Nirgendwo

Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen / Traumapädagogik: Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen (Stabilisierungstechniken im pädagogischen Alltag; Selbstverletzendes Verhalten von Jugendlichen)

2. Aufbaumodul (2 Projekttage)

Thema: Gedeihen trotz widriger Umstände - Eine Einführung in die Resilienzförderung

Die Bedeutung von Resilienzförderung und deren Möglichkeiten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

3. Aufbaumodul (2 Projekttage)

Thema: Genug geredet! - Neue Vermittlungskonzepte in der Präventionsarbeit

nonverbale Möglichkeiten der Stabilisierung und des Ausgleichs / praktische Erprobung neuer kreativer Methoden und Arbeitstechniken in der Kinder- und Jugendarbeit zur Prävention vor sexualisierter Gewalt

Zielgruppen: Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit, Pädagogen/-innen