Erich Busse

Kontakt:

Erich Busse, Pfarrer

Oehmestraße 6, 01277 Dresden

Tel.: 0351 3119496

E-Mail: erich.busse@web.de

Erich Busse, geb. 1949 in Neu Schloen, Kreis Waren/Müritz,1968-1973 Studium der Theologie in Berlin, 1973 Vikariat in der Geschäftsstelle der Aktion Sühnezeichen in Berlin, 1979 Ordination durch Bischof Schönherr und Senior Walter aus Warschau, Pfarrer in der Christuskirche in Berlin-Oberschöneweide, ab 1994-2005 in Dresden-Blasewitz

Seit seiner ersten Reise nach Polen 1968 zu einem 14-tägigen Arbeitseinsatz der Aktion Sühnezeichen im ehemaligen Konzentrationslager Majdanek bei Lublin pflegt Erich Busse intensive Beziehungen zu den östlichen Nachbarn. Durch das Erlernen der polnischen Sprache konnte er zahlreiche Kontakte und Partnerschaften für Gemeinden, Chöre und kirchliche Initiativen vermitteln und betreuen, Gespräche, Diskussionen, Vorträge und Filme übersetzen und dolmetschen. Er setzt sich so seit Jahrzehnten für die Versöhnung zwischen Polen und Deutschland ein, hält Vorträge in Gemeinden, in Akademien oder interessierte Gremien. 2011 erhielt er in Warschau den „Heiliger-Albert-Preis" für sein „langjähriges und erfolgreiches Wirken für die deutsch-polnische Versöhnung und die evangelisch-katholische Annäherung".

Themenangebote

1. „Judentum in Europa"

Kaum ein anderes Volk der Weltgeschichte wurde so oft vertrieben, verfolgt und gemordet, bis hin zu den Konzentrationslagern der Nazi-Zeit. Kaum ein anderes Volk hat so viel zum Entstehen der europäischen Kultur, zum wirtschaftlichen Wohlstand und zur Verbreitung von Wissen beigetragen.

2. „Versöhnung in Europa"

- die wunderbare Geschichte, wie Hass, Leid und Tränen ohne Maß und Zahl in Versöhnung verwandelt wurden.

Nach dem 2. Weltkrieg schien ewiger Hass zwischen Deutschland und seinen Nachbarn programmiert. Aber es ist Versöhnung gewachsen. So viel, dass zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte sich Staaten freiwillig, friedlich und auf demokratischer Grundlage zusammenschließen konnten. Christen haben daran einen bedeutenden Anteil. Dafür sind wir von Herzen dankbar. Erst in jüngster Zeit wird verstärkt über die theologischen, sozialen und politischen Dimensionen des biblischen Auftrages zur Versöhnung nachgedacht.

3. „Vom monumentalen Heldendenkmal zum Stolperstein"

- 200 Jahre Gedenkkultur in Deutschland und Europa

Mit dem Bau von Denkmalen und Großdenkmalen verherrlichte deutsche Obrigkeit sich selbst und ihre imperialen Vorstellungen. Theologie und Kirche wurden dafür heftig missbraucht. Wie auch in anderen

Ländern wurde Not und Elend einfacher Menschen vor allem während und im Gefolge der Kriege konsequent verschwiegen. Die bitteren Erfahrungen mit zwei Kriegen haben zu einem Umdenken geführt, das andauert. Der Abend soll helfen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie eine neue christliche Gedenkkultur aussehen kann.

4. „Die evangelische Kirche und die friedliche Revolution in der DDR"

Über Jahrhunderte war die Kirche Teil des Herrschafts- und Unterdrückungsapparates deutscher Obrigkeit. Nach dem 2. Weltkrieg wurde zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Existenz der Kirche in einem Teil Deutschlands in Frage gestellt. So hatte sie es leichter, zu kritischer Distanz zum Staat zu finden. Die Kirche bot ideologischen Freiraum für alle, die nicht in die DDR passten oder sich nicht hineinpassen lassen wollten. Wehrdienstverweigerer, Öko- und Friedensbewegte und später Ausreisewillige fanden seelischen Halt, oft auch räumliche und logistische Unterstützung.

5. „Deutsch-Polnische Nachbarschaft

- Niederschlesien Religion Geschichte Kultur Land und Leute"

Schlesien hat viele Herren gehabt. Viele Kriege wurden um seinen Besitz geführt. Kirchen und andere Bauwerke entstanden, um Macht zu demonstrieren. Gleichzeitig sind sie Zeugnis für handwerkliches Geschick und die Vorstellungen ihrer Zeit. Heute ist Niederschlesien eine Region mit einer sehr dynamischen Entwicklung und ein beliebtes Reiseziel. Die Schönheit der Landschaft und die Gastfreundlichkeit ihrer Menschen tragen zu seiner Beliebtheit bei.

Zielgruppen und Voraussetzungen: Klassenstufe 9-12; Raum, der abgedunkelt werden kann, sowie große, weiße Fläche, Technik wird mitgebracht

Weitere Angebote:

„Wasser Industriegut - Spekulationsobjekt - Lebenselixier"

- Wir brauchen das Wasser - das Wasser braucht uns

Unser Leben ist ohne Wasser nicht denkbar. Vor allem die industrielle Entwicklung, aber auch das Wachsen des Lebensstandards führten zu einem enormen Anwachsen des Wasserbedarfes. Gleichzeitig wurde und wird Wasser in gigantischem Ausmaß verunreinigt. Es sind technische Änderungen, vor allem ist ein anderes Bewusstsein im Umgang mit diesem Lebensgut notwendig. Dieser Vortrag zeigt den über lange Zeit verbrecherisch gedankenlosen Umgang mit Wasser, die Probleme, die Gefahren, aber auch Hoffnungen und Perspektiven auf.

Zielgruppen und Voraussetzungen: Klassenstufe 9-12; Raum, der abgedunkelt werden kann, sowie große, weiße Fläche, Technik wird mitgebracht